ECHO

Plakate als Resonanzen eines

Ortes, der sich nicht erklären lässt.

MRRN - Sehstücke - 1 - Illustration: Daniel Frei
 

MRRN Echo ist eine fortlaufende, typografisch geprägte Plakatserie über Wahrnehmung, Projektion und Bedeutung. Nicht als Abbild des Dorfs, sondern als Resonanzraum. Kein Motiv. Keine Illustration. Ein Gedanke.

Mürren lässt sich nicht korrekt darstellen. Nicht durch mich. Zu viel Geschichte, zu viel Projektion, zu viel Landschaft im Kopf. Jeder Versuch der Erklärung verflacht ihn. Darum tun diese Plakate etwas anderes. Echo verzichtet auf das Abbild und arbeitet mit Verdichtung: Typografie, Zeichen, Rhythmus, Fläche.

Die Serie versteht das Plakat nicht als Informationsträger, sondern als Störung im Alltag. Etwas, das kurz aus dem Gewohnten kippt und stehen bleibt, ohne sich zu erklären. Jedes Sujet folgt einer eigenen formalen Logik, mal streng, mal eruptiv, mal fast leer. Stilistisch bewusst wechselnd, aber in sich konsequent. Eine Abfolge von Resonanzen.

Mürren wird hier nicht gezeigt. Es wird angespielt. Die Plakate entstehen aus Höhe und Enge, aus Ordnung und Chaos. Aus dem Wissen, dass dieser Ort mehr ist als das Sichtbare.

MRRN Echo ist kein Souvenir, erklärt nichts, fordert nicht. Es bleibt. Im besten Fall. Die Serie ist offen. Sie wächst, widerspricht sich und verändert ihren Ton. Wie Mürren selbst.