Mürren Mon Amour
Zwischen Höhenluft und Herz
Eine Liebeserklärung. An den Ort, das Leben in der Höhe. An Gedanken. Hier treffen Höhenluft, Herz und Horizont aufeinander. Zwischen Bergnebel und Klarheit über das, was bewegt. Innen wie aussen. Über Mürren als Idee, Projektion, Zwischenort, Möglichkeit.
Mal de débarquement.
Das Wasser endet nicht am Ufer. Es verlagert sich. In den Körper. In den Schritt. Und voraus, in die Gondel nach Mürren.
Am Meer.
Ich wollte eigentlich immer schon ans Meer. Wegen dieser stillen Verschiebung, in der Dinge ihre Ordnung verlieren, ohne auseinanderzufallen.
Der Brunnen.
Der Brunnen im Dorf läuft über. Nicht, weil es zu viel Wasser gäbe, sondern weil es keinen Weg mehr nach unten findet. Der Abfluss ist zu. Eis. Gefroren. Eine Blockade, die genügt, um das System aus dem Takt zu bringen.
Wenn es auf Bali regnet und in Mürren schneit.
Auf Bali beginnt die Regenzeit. In Mürren beginnt der Winter. Dort fällt Wasser in Tropfen, hier in Flocken. Beides dasselbe Element, in unterschiedlichen Aggregatzuständen, verschiedenen Temperaturen, verschiedenen Geschichten.

