Herbstboten.
Der Herbst kündigt sich hier nicht erst mit bunten Blättern an. Die ersten Herbstboten tragen bunte Rucksäcke und fahren wieder ins Tal. Es werden langsam weniger.
Die Bäume lassen sich Zeit. Auch das Gras weiss noch nichts Genaueres. Dafür werden die Ströme dünner.
Nicht plötzlich. Es gibt keinen Tag, an dem der Sommer abreist und der Herbst übernimmt. Noch immer kommen sie ab Vormittag, ziehen durch das Dorf, bleiben stehen, schauen, fotografieren und gehen weiter, meist hinauf.
Aber zwischen den Gruppen entstehen Lücken.
Auf den Wegen wird wieder etwas Platz. Aus dem Stimmengewirr werden einzelne Stimmen. Man kann stehen bleiben, ohne selbst sofort Teil eines kleinen Verkehrsproblems zu werden.
Im Unterland kündigt sich der Herbst möglicherweise anders an: ein erstes gelbes Blatt, Kastanien auf dem Boden, Nebel am Morgen, etwas frischer.
In Mürren lässt er sich zunächst an der Personendichte ablesen. Auch die Blätter werden fallen, zuerst aber fällt der Andrang.

