Mürren mon Amour

Zwischen Höhenluft und Herz

Eine Liebeserklärung. An den Ort, das Leben in der Höhe. An Gedanken. Hier treffen Höhenluft, Herz und Horizont aufeinander. Zwischen Bergnebel und Klarheit über das, was bewegt. Innen wie aussen. Über Mürren als Idee, als Zwischenort, als Möglichkeit.

 
Feldnotiz Daniel Frei Feldnotiz Daniel Frei

Gewitter.

Oberhalb von Mürren ziehen sich die Wolken zusammen. Der Himmel schliesst langsam seine Türen.

Oberhalb von Mürren ziehen sich die Wolken zusammen. Der Himmel schliesst langsam seine Türen. Nach Tagen voller Sonne und Hitze kündigt sich eine kurze Unterbrechung an.

MRRN: Gewitter. Fotografie: Daniel Frei

Seit dem Mittag verändert sich das Licht. Erst kaum sichtbar. Dann immer deutlicher. Über dem Lauterbrunnental sammeln sich Wolken. Hellgrau. Dunkelgrau. Weiss. Schicht um Schicht. Die letzten blauen Stellen verschwinden.

Der Wind zieht an. Die Bäume, Sträucher, Halme beginnen sich in seinem Rhythmus zu bewegen. Nicht hektisch. So, als würden sie sich auf etwas vorbereiten.

Auf den Terrassen wird aufgeräumt, die Sonnenschirme zusammengeklappt. Jacken tauchen wieder auf. Einzelne Gäste schauen zum Himmel und prüfen ihre Wetter-Apps. Andere vertrauen weiterhin ihrem Optimismus. Anderen ist es egal. Er kommt wie er kommt.

Die ersten Tropfen fallen. Noch weit voneinander entfernt. Dann ein paar mehr. Nach den vergangenen Tagen wirkt das ungewohnt. Die Hitze macht Pause.

Die Wiesen bekommen etwas Wasser. Die Dächer ebenfalls. Und Eiger, Mönch, Schwarzmönch und Jungfrau verschwinden langsam hinter einem Vorhang aus Nebel und Regen.

Für ein paar Momente übernimmt das Gewitter die Regie.

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