Mürren Mon Amour

Zwischen Höhenluft und Herz

Eine Liebeserklärung. An den Ort, das Leben in der Höhe. An Gedanken. Hier treffen Höhenluft, Herz und Horizont aufeinander. Zwischen Bergnebel und Klarheit über das, was bewegt. Innen wie aussen. Über Mürren als Idee, Projektion, Zwischenort, Möglichkeit.

 
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Grüne Weihnachten.

Kein Schnee. Stattdessen Gras, Moos, nasse Wege und eine Landschaft, die sich weigert, unsere inneren Postkarten zu bestätigen. Aber grüne Weihnachten in Mürren sind kein Mangel. Sie sind eine Zumutung. Und ein unerwartetes Geschenk.

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Hôrs-Saison.

Die Hôrs-Saison liegt über Mürren wie eine zweite Schneeschicht. Sie dämpft die Geräusche, verlängert die Schritte, öffnet Räume, die in der Hochsaison immer schon belegt sind, bevor man überhaupt weiss, dass man sie gebraucht hätte.

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Wandel und Veränderung.

Hier oben in Mürren wandelt das Wetter. Es zieht, es reisst auf, es fällt nieder. Wolken kommen, Wolken gehen. Die Sonne taucht durch ein Loch im Nebel, als hätte sie vergessen, dass sie noch da ist.

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Migration.

Mürren lebt von Migrationen. Von jenen, die täglich durchs Dorf ziehen, und jenen, die nur einmal im Jahr erscheinen. Von Tieren, Gästen, Zweitwohnenden, Saisonierenden und den Einheimischen, die das Ganze zusammenhalten.

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Heimweh.

Menschen haben ein Zuhause. Andere haben mehrere. Oder keines. Zwischen diesen Zuständen spannt sich ein stilles Drama, das wir «Heimweh» nennen.

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Nachts sehe ich nur Stille.

Sie fällt leise, wenn sie fällt, die Nacht über Mürren. Weder Tosen noch Poltern, auch kein Hupen, keine Sirenen, kein Scheinwerfergewitter. Nur dunkel, einfach dunkel, das sich ausbreitet wie ein samtenes Tuch.

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Dem Himmel ganz nah.

Mürren ist keine Flucht. Mürren ist Erinnerung. An das, was zählt. An das, was bleibt. Und an das, was sich nicht in Worte fassen lässt, sondern nur in einem Blick nach oben.

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Nebel.

Mürren kennt den Nebel. Der Nebel kennt Mürren. Er steigt nicht einfach auf, er erscheint. Wie ein Gedanke, der sich zuerst nicht fassen lässt.

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Je vis au Paradis.

Ein Satz wie ein Bergbach: klar, einfach, wahr. Gesagt von Päsci, mehr als Koch der alten Metzg, während er mit ruhigen Händen und einem warmen Lächeln den Dampf aus den Kochtöpfen steigen lässt.

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Ein Dorf dazwischen.

Mürren. Nicht einfach auf, sondern zwischen den Bergen. Eingeklemmt zwischen zwei Bahnen, zwei Bächen, balanciert auf einer Terrasse namens Fluh, öffnet sich das Dorf zu einer Arena aus Fels und Himmel.

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